Historisches

Holzräderuhren gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert. Eine Holzräderuhr besteht in den Hauptteilen des Räderwerkes aus Holz. Deshalb konnten die armen Bauernfamilien in der Zeit der Renaissance in den kalten Wintermonaten Holzräderuhren mit diesem Naturmaterial fertigen. Damit hatten nun auch weniger Betuchte, die Möglichkeit eine Uhr für ihr Heim zu erwerben.

Das tradierte Uhrmacherwissen der Handwerker war Grundlage für die zahlreichen Holzräderuhren des 17. Jahrhunderts die vielerorts in Mitteleuropa gefertigt wurden. Neben den Schwarzwälder Kuckucksuhren sind auch die Einzeigeruhren die “Waagbalkenuhren“ sehr bekannt.

Heute gibt es kaum noch Fertigungsbetriebe die Holzräderuhren herstellen. Eine digitale Uhr kostet ja nur ca. 8 Euro und ist um ein Vielfaches genauer. Die hier vorgestellten selbst gefertigten und konstruierten Holzräderuhren sind der Versuch, die historische Lücke zu schließen um diesen Uhren ein modernes Aussehen zu geben, damit ihr Erbe nicht vergessen wird und kommende Generationen diese Kunst des Uhrenbaus stilvoll erleben können.

Gute Holzräderuhren gehen am Tag ca. 1- 2 Minuten vor oder nach, vereinselt gehen diese noch genauer. Das hängt von dem verwendeten Holz ab und den Ausdehnungskoeffizienten der Materialien auch die Lagerung und das Klima sind an der Ganggenauigkeit dieser Uhrenart beteiligt.  Fachliteratur zur Thematik, Konstruktion und Bau findet sich im deutschsprachigen Raum wenig. Bildbände von historischen Holzräderuhren dagegen schon eher. Eine Zusammenstellung der Quellen findet sich in der Linksammlung.

Diese Seiten sind ein Beitrag, dass Wissen um Holzräderuhren zu teilen um die Schönheit dieser Uhren und ihrer Tradition zu erhalten. Fragen und Anregungen sowie ergänzende Beiträge nehme ich sehr gern entgegen.