Technik der Holzuhren

Die hier vorgestellten Uhren sind hauptsächlich Pendeluhren und Waagbalkenuhren aus Holz. Das Prinzip einer Pendeluhr entstammt Überlegungen von Galileo Galilei der in der Zeit um 1640 lebte. Bei einer Pendeluhr wird als Zeitnormal ein Perpendikel (das mechanische Pendel) verwendet. Durch das Pendel und dessen Länge ca. 1m wird die Schwingungsdauer bestimmt. Nach 60 Schritten an den Zähnen der Räder ist eine Minute vergangen, nach 3600 eine Stunde.

Grundsätzlich hat sich am mechanischen Aufbau von Räderuhren über die Jahrhunderte nur sehr wenig geändert. Zumeist liegen die Änderungen in der Materialwahl um Reibungsverluste zu verringern.

Vom Antriebsrad an dessen Achse auch das Gewicht über ein Sperrrad befestigt ist wird die Uhr angetrieben. Das Minutenrad gibt seine so gewonnene Energie an das Ankerrad weiter. Durch eine kleine Untersetzung wird vom Minutenrad der Stundenzeiger bewegt.

Die Kraft die durch das Gewicht in Bewegungsenergie an die Zahnräder übertragen wird steigt also von unten vom Antriebsrad bis zum Anker und wird dort gehemmt. Diese Hemmung bestimmt den Gang der Uhr und lässt die Zeiger im „umgekehrten“ Energiefluss die Zeit anzeigen.

Einmal aufgezogen können diese Wanduhren ca. 2,5 Tage "laufen". Eine längere Laufzeit wäre realisierbar mit einem Flaschenzug der das Antriebsgewicht allerdings erhöht.

Holzräderuhren werden in aller Regel durch ein Gewicht von ca. 2,5 kg bis 3,5 kg manchmal auch mehr angetrieben. Waagbalkenuhren benötigen weniger Antriebsgewicht da sie kein langes Pendel in Schwingung halten müssen. Hauptsächlich werden hier Uhren mit Grahamhemmung und Waagbalken als Gangregler vorgestellt.